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Strategische Kommunikation für CSR
Johannes Merk(Fotos: Christina Körte)
Mit einer aktuellen Studie der HAW Hamburg eröffnete Annette Schikarski, Professorin für Außenwirtschaft und Internationales Management, das CSR-Frühstück »Strategische Kommunikation für CSR«: Nur 21 Prozent aller Befragten kennen den Begriff »CSR«. Fragt man nach der Bedeutung von gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen, geben 74 Prozent der Befragten an, dass ihnen soziale Verantwortung wichtig sei.
Norbert Taubken und Annette SchikarskiDass »Gut Sein« im Trend liegt, bestätigte auch Dr. Norbert Taubken, Business Director bei Scholz und Friends Reputation. Wichtig sei, dass ein Unternehmen nicht nur über sein Engagement rede, sondern dass es nachhaltig und strategisch handle. »Die CSR-Aktivitäten eines Unternehmens müssen von allen Mitarbeitern getragen werden. Nur dann kann CSR glaubwürdig kommuniziert werden«. Außerdem müsse das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Kerngeschäft stehen.
Wie eine CSR-Strategie erfolgreich in die Praxis übertragen werden kann, veranschaulichte Dr. Johannes Merck, Direktor Corporate Social Responsibility der Otto Group, am Beispiel des Projektes »Baumwolle in Afrika«. »Für ein Unternehmen, das in der Bekleidungsindustrie tätig ist, ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen unverzichtbar. Deshalb produzieren wir Baumwolle unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte in Afrika.« Mit der Einführung des Labels »Cotton made in Africa« möchte die Otto Group zu einer erhöhten Wertschätzung des Rohstoffs Baumwolle beitragen. Für die Kommunikation gilt: Die Balance zwischen glaubwürdigem Engagement und medialer Verwertung muss gehalten werden. »Wir haben erst vor wenigen Jahren begonnen. Unsere Vision ist es, irgendwann unsere komplette Kollektion aus afrikanischer Baumwolle produzieren zu können.«
Podcast der Veranstaltung vom 15.06.209 im KörberForum.

Jörn Wiemann